In vielfältiger Weise verwendet man den Begriff der Daten, ohne sich genau darüber im Klaren zu sein, auf welche Art und Weise sich dieser Begriff definieren lässt und wie Daten sich beschreiben lassen. Der bekannte Datentyp ist nur eine von mehreren Möglichkeiten, Daten zu charakterisieren. Dieser Artikel soll nun diese und auch weitere Eigenarten und Merkmale zusammenfassen.
Die kleinsten Einheiten in einem DBS sind zweifellos die Daten, die in einem sinnvollen Zusammenhang stehen und von Programmen unterschiedlicher Art für Zwecke der Kontrolle (Finanzsituation), des Marketing (personalisierte Kundenprofile) oder der Verwaltung (Plattensammlung) verarbeitet werden. Dieser sinnvolle Zusammenhang ist in nebenstehender Abbildung illustriert: Interessant sind nicht alle möglichen Namen und Adressen, die in den Telefonbüchern der Welt stehen (Grundgesamtheit), sondern nur die Namen und Adressen von Menschen, die wenigstens einmal ein Zimmer einer Hotelkette gebucht haben.
Diese Daten und noch wesentlich mehr werden in die Datenbank aufgenommen, sobald ein Gast über ein Hotelreservierungssystem als Benutzerschnittstelle ein Zimmer bucht. Damit trägt er seinen Namen sowie weitere Informationen wie Beginn und Ende seines Aufenthalts und natürlich den Hotelnamen in ein Formular ein. Entweder wird dieses Formular direkt im Internet entgegengenommen oder wandert erst über eine zentrale Stelle wie z.B. das Fremdenverkehrsamt. Im letzteren Fall würden die Daten vermutlich zusätzlich für Kontroll- und Werbezwecke gespeichert, die nicht das Hotel, aber die Stadt als solche betreffen. In einer erste Phase benötigt das Hotel die Daten lediglich, um die Zimmerbelegung und die Rechnungserstellung zu automatisieren. In einer zweiten Phase könnte man dann diesen Gast in den regelmäßigen Verteiler des Hotelwerbematerials aufnehmen, sodass er für mindestens drei Jahre jährlich eine Broschüre über die weltweit zu buchenden Hotels der Kette erhält.
Je mehr Daten vorhanden sind, desto genauer könnte diese personalisierte Marketingstrategie ausgeführt werden: Kennt man den Beruf und weiß man zusätzlich, dass der Grund für den Aufenthalt ein Messebesuch war, so könnte man in einem regelmäßig ablaufenden Programm die Messetermine mit den Aufenthaltsgründen abgleichen und zielgenau die vorjährigen Messebesucher anschreiben, um das Hotel in Erinnerung zu rufen.
Mit Hilfe von drei Kategorien kann man die Eigenschaften von Daten beschreiben. Insbesondere bei der Neu- oder Weiterentwicklung einer Datenbank ist es wichtig, diese drei Eigenschaftsräume mit Leben zu füllen. Dass dies natürlich dann in ihrer Verarbeitung auch für die Programme gilt, in denen sie z.B. als Variablen auftreten, wird Ihnen schon bekannt sein.
Wie immer könnte man feinere Verästelungen der Klassifikation von Daten verwenden, doch sollen diese Informationen Ihnen lediglich die wesentlichen Grundlagen vermitteln.
Eine einfache Bildung von Unterkategorien im Eigenschaftsraum Datentypen ist die Unterscheidung zwischen elementaren und zusammengesetzten Datentypen. Sie konzentriert sich auf die Elemente der Wertemenge und damit auf die Struktur der Objekte. Typischerweise bewegt man sich bei der Entwicklung von Attributen bzw. Feldnamen von komplexen Begriffen zu elementaren. Dies werden Sie insbesondere bei der Normalisierung von Datenmodellen kennen lernen.
Weitere Oberbegriffe wären dann im Rahmen der Gastinformationen die Adresse, wobei diese ebenfalls jeweils in zusätzliche Feldnamen aufgespaltet werden kann. Hier ist es wichtig zu erwähnen, dass unterschiedliche elementare Datentypen das komplexe Objekt Adresse bilden. Während die Postleitzahl eine Ganzzahl ist, sind Straßen- und Stadtnamen vom Typ Text. Die Hausnummer dagegen ist ebenfalls vom Typ Text, da ja Kombinationen aus Zahlen und Buchstaben (Bahnhofstr. 3a) möglich sind.
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